Donnerstag, 14. März 2013

Mini-Kadayif für den Sultan

Das ultimative Dessert für den Sultan ist meiner Meinung nach "Kadayif". Ninive hat geladen und zorra bietet mit ihrem Kochtopf die Plattform für ein ausgesprochen schönes Blog-Event.
Leider ein schlechtes Bild vom Buffet mit dem Handy geschossen
Es gibt ja einige orientalische und türkische Gerichte in meinem Repertoire, aber dieses Dessert ist auf jeder Feier ein Hingucker! Gemessen an anderen orientalischen Desserts braucht man für die Zubereitung relativ wenig Zeit und das Ergebnis ist zum Dahinschmelzen.

Ich backe die kleinen Dinger in runden Blechen, die man in türkischen Geschäften kaufen kann.

Für zwei Bleche (je 35 und 28 cm Durchmesser) brauchst Du:

500 g Kadayif-Nudeln (gibt’s vakuumiert beim Türken Deines Vertauens)
250 g Butter (ich nehme selbstgemachte geklärte Butter)
500 ml Wasser
700 g Zucker
½  Zitrone, den Saft davon
250 g grob gemahlene Walnüsse und Pistazien

Zuerst kochst Du den Sirup. Vermische dafür das Wasser mit dem Zucker in einem ausreichend großen Topf, warte bis es aufkocht und schalte dann die Hitze zurück. Das Ganze soll jetzt auf niedriger Stufe 10-15 Minuten köcheln, bis der Sirup leicht zähflüssig wird. Gib dann den Zitronensaft hinzu. Der Sirup ist jetzt fertig und kann erst einmal abkühlen.
Das Kadayif kommt aus der Tüte auf ein großes Backblech und darf zehn Minuten Luft schnappen. Währenddessen schmilzt Du die Butter und kippst diese gleichmäßig über die Nudeln. Jetzt darfst du mantschen, denn die Teigfäden müssen alle gleichmäßig mit Butter bedeckt sein. Beim Mischen zerbröselst Du den Teig möglichst klein – dann lässt er sich besser formen. Es gibt auch gerolltes Kadayif, aber die Zubereitung erkläre ich ein anderes Mal mit einer Bildanleitung.
Du hast doch im Vorfeld die Walnüsse mit den Pistazien angeröstet und gehackt oder gemahlen? Nein? Dann aber hopphopp! Die brauchen wir gleich.
Jetzt kommt nämlich die Bastelarbeit. Ich nehme dafür ein winziges Schälchen, wie es sie beim schwedischen Elch-Laden zu kaufen gibt. In so ein Schälchen kommen bis zur Hälfte Kadayif-Brösel, dann ein halber Teelöffel Nussmischung und oben drauf wieder Kadayif. Gut festdrücken und umgedreht auf das Backblech setzen. Das Schälchen lässt sich dank der Butter wunderbar abnehmen und übrig bleibt eine hübsche Halbkugel. So verfährst Du weiter, bis das Blech voll ist. Wenn du magst, gib noch einige Krümel Nussmischung auf jedes Stück – sieht nachher hübscher aus.
So sehen die Teile vor dem Backen aus

Das Kadayif kommt nun bei 200 °C für ca. 20-25 Minuten in den vorgeheizten Ofen, bis es oben schön braun wird. Dann raus damit, fünf Minuten stehen lassen und mit dem abgekühlten Sirup tränken. Du musst ausprobieren, wie viel davon Du brauchst, da die Teilchen viel aufsaugen, aber oben noch knusprig bleiben müssen. Auch wenn es schwer fällt, solltest Du das Kadayif mindestens vier Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen.
Am nächsten Tag sind die kleinen Biester unwiderstehlich. Kalorien, komm wech von die Hüften, du A***. ;)

Mein sehr später Beitrag zu Sultans Küche:
Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

Kommentare:

  1. Hmm das sieht sehr sultanisch gut aus und scheint so einfach herzustellen zu sein, daß sogar ich es hinbekommen würde ;-)

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    1. Danke. Das ist tatsächlich sehr einfach. Für mich als Back-Trottel ein wichtiges Kriterium. :) Wenn man keine Lust hat, mit den kleinen Portionen herumzuhantieren, kann man das(?) Kadayif auch am Stück backen. Einfach untere Schicht Teig, Nussmischung, zweite Hälfte Teig und dann kleine Stückchen vorschneiden, wie für Baklava. Ab in den Ofen und fertig.

      lg

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  2. Ich stimme dem vorigen Kommentar zu, das gibt schon optisch einen sehr orientalischen Touch. Und ich glaube sogar das schinmal gegessen zu haben... danke fürs Augraben, in jeglicher Hinsicht

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    1. Freut mich, wenn es gefällt. Für den Sultan tue ich fast alles. :)

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  3. Ich weiß ja schon, dass ich grade ein bisschen spät dran bin.....aber wäre da zuuuufällig vielleicht noch was übrig für mich?
    Die Bleche habe ich übrigens auch....sind im Dauergebrauch.

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    1. Das schöne an den Dingern ist, dass sie locker ne Woche haltbar sind (nicht im Kühlschrank). Vorausgesetzt frau kann sie gut verstecken...:)
      Die runden Bleche sind toll, gell?

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  4. Ich mag Kadayif so sehr,
    ellerine saglik.
    Nesrin

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